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Oedinger Hochaltar kommt nach Hause

Es ist nicht zu übersehen: An der St. Burchardus Pfarrkirche Oedingen nagt der Zahn der Zeit. Risse im Mauerwerk und schattige Wände sind nur zwei der offensichtlichen Mängel. Was sonst noch saniert werden muss erklärte der Gerlinger Architekt Guido Ringelhan den Anwesenden am Dienstag im Rahmen einer Pfarrversammlung.

In den zwei Jahren habe es viele Gespräche mit dem Generalvikariat gegeben, sagte Gerd Struwe, zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstands, Wichtig sei den Verantwortlichen vor allem eine finanzielle Basis für die Maßnahme zu scahffen.

Zu den Vorarbeiten der Sanierung gehört die Sicherung der Orgel, die laut Ringelhan aber keiner Komplettüberarbeitung bedarf. Folgende Arbeiten sind dann geplant: Im Chorraum sind Naturstein- und Putzarbeiten vorgesehen. Der Hochaltar, der seit den 60er Jahren in Hardehausen eingelagert ist, soll wieder zurückgeführt werden.

Der größte Posten sind die Malerarbeiten, die mit rund 70 000 Euro zu Buche schlagen. Geplant ist ein mineralischer Anstrich, auch in den Nebenräumen und der Sakristei. Eine hohe Investition ist mit 37 100 Euro auch die Modernisierung der Heizungsanlage, bei der Heizkessel und Technik erneuert werden müssen. Wichtig seien dabei energetische und umweltschonende Aspekte.
Unbeliebte Schutzgitter

Ferner sind Elektroarbeiten mit Erneuerung des Elektrosteuersystems in der Sakristei, die Erneuerung der Strahler mit LED-Leuchten, Reparaturarbeiten an den Fenstern, Schreinerarbeiten, Wärmedämmarbeiten von der Decke aus, restauratorische Arbeiten an der Einrichtung sowie Erd- und Pflasterarbeiten am Aufgang geplant.

Diskussionen löste das von Paderborn geforderte Schutzgitter aus. Von den Anwesenden kam der Vorschlag stattdessen eine Videoüberwachungsanlage zu installieren.

Der Kirchenvorstand stellte die Planungen vor. (Bild: Westfalenpost)
Der Kirchenvorstand stellte die Planungen vor. (Bild: Westfalenpost)

Pastor Dieter Koke machte deutlich, dass das Schutzgitter eine Voraussetzung bei der Subventionierung sei. „Es ist nicht unser Wunsch, keiner macht das gerne“, so der Geistliche.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme liegen bei 425 000 Euro. Von der Gesamtsumme sind 378 800 Euro laut dem Generalvikariat Paderborn zuschussfähig. Paderborn zahlt etwa 265 000 Euro zuzüglich 6000 Euro für die Orgel. Verbleiben 153 135 Euro, die laut Rendant Allo Gödde wie folgt finanziert werden können: 40 000 Euro aus dem Pfarrfonds, 12 500 Euro aus den Rücklagen Bau, nochmals 12 500 Euro aus den Rücklagen Schlüsselzuweisung, bislang eingegangene Spenden in Höhe von 18 377 Euro sowie ein Kredit in Höhe von 40 000 Euro.
30 000 Euro an Spenden

Die Höhe des Darlehens ist Höhe variabel, richtet sich danach, wieviel Spenden eingehen und würde über 15 Jahre lang mit rund 3300 Euro jährlich getilgt.
Dank der guten Planungen und des fundierten finanziellen Konzepts des Oednger Kirchenvorstands müssen dabei, nach Abzug der Rücklagen und Zuwendungen, lediglich rund 30 000 Euro von der Gemeinde an Spenden aufgebracht werden.

Pastor Dieter Koke ermutigte die Gemeindemitglieder zu Spendenfreudigkeit: „Eine Pfarrkirche begleitet einen durch das ganze Leben.“

(Quelle: Westfalenpost)

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