03. August 2020
Madonna der Strasse
Madonna der Strasse

Dieses Heiligenhäuschen im Bömmeken (Madonna der Strasse) an der B 55 zählt zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt Lennestadt. Die Andachtsstätte Heiligenhäuschen im Bömmeckendiente im 19. Jahrhundert als Marien- und Prozessionskapelle und war auch unter dem Namen „Prozessionskapellchen Bethanien“ bekannt. Bethanien ist laut Bibel der Wohnort von Maria. Dem Volksglauben nach entspricht die Entfernung von dort bis zum Tempel von Jerusalem genau der Entfernung des „Heiligenhäuschen“ bis zur Oedinger Kirche.

Vorhandene Unterlagen im Pfarrarchiv Oedingen weisen auf 1880 als Baujahr der Andachtsstätte hin. 1936 wurde sie verwüstet, aber im selben Jahr wieder aufgebaut. Gleiches geschah nach einem Brand 1972.

Seit ihrer Fertigstellung war die Prozessionskapelle immer die erste Station der jährlichen Christi-Himmelfahrt Prozession. Die Lage an der B 55 und der ständig wachsende Verkehr waren Grund, dass der Weg der Prozession vor Jahren geändert wurde und seither nicht mehr hier Station macht.

Durch die Nähe zur Strasse stieg die Zahl der Autofahrer, die an der Kapelle Rast und Besinnung suchten, stark an. Hierdurch ist auch der heutige Name „Madonna der Strasse“ entstanden. Vielfach zünden Reisende Kerzen vor dem Mosaikbildnis der Gottesmutter an. Nur selten brennt keine Kerze.

Nach Begradigung des Strassenverlaufs im Bereich der Rast- und Andachtsstätte liegt diese jetzt nicht mehr direkt an der Bundesstrasse. Durch die alte Fahrbahn ist nun auch eine sichere Zufahrt gegeben.


Das Dorf

Das Dorf Oedingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Stadt Lennestadt im Kreis Olpe (Nordrhein-Westfalen). Mit seinen etwa 1100 Einwohnern zählt es zu den mittelgroßen Orten der Region. Im Jahr 1000 wurde Oedingen zum ersten Mal in einer Urkunde, die Kaiser Otto III ausstellen ließ, erwähnt.


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