Motorsport

Fleper Motorsport mit historischem Ergebnis am Nürburgring

Marcel Hoppe Gesamt-Zweiter / Klassensiege für Hoppe und Rarbach

Nürburgring/Lennestadt. Nach der Absage des Sprint-Rennens auf dem Nürburgring Grand Prix-Kurs vor zwei Wochen wegen Nebels wurde der am vergangenen Sonntag unter wesentlich besseren Bedingungen ausgetragene vorletzte Wertungslauf der „ADAC Youngtimer Trophy“ 2014 für das Oedinger Fleper Motorsport-Team zu einem Riesenerfolg.

Nicht nur, dass Marcel Hoppe (Lennestadt) im Porsche 944 Turbo und Jens Rarbach (Schmallenberg) im Suzuki Swift GTI ihre Fahrzeugklassen erneut beherrschten und das Fleper-Team somit Punkte für zwei weitere Klassensiege verbuchen konnte. Gegen hubraumstärkere Fahrzeuge setzte Hoppe sich während der gesamten Veranstaltung konsequent durch und fuhr einen außergewöhnlichen, für das Team bisher nie erreichten zweiten Gesamtrang im 140 Teilnehmer zählenden Feld heraus. Ebenfalls in einem Suzuki-Cockpit komplettierte das Duo Dr. Joachim Steidel (Recklinghausen) / Sascha Schweinsberg (Lennestadt) den Erfolg des Rennstalls mit Klassenrang zwei.

Bereits während des morgendlichen Qualifyings auf noch nasser Strecke, die den leistungsstarken Fahrzeugen aufgrund von mangelndem Grip das Leben schwer machte, nutzte Nordschleifen-Experte Marcel Hoppe im kleineren Porsche 944 die Gunst der Stunde. Eine Rundenzeit von 10:52.320 auf der 24,358 Kilometer langen Streckenkombination aus Nürburgring Nordschleife und Grand Prix-Kurs bedeutete die Pole Position in der Gruppe B über 2.500 Kubikzentimeter und zugleich einen Platz in der ersten Startreihe des Gesamtfeldes für das zweistündige Nordschleifen-Rennen am Nachmittag. Für Jens Rarbach lief es in der Qualifikation leider nicht ganz rund. So rutschte der zum Ende der Trainingssitzung auf Slicks gewechselte Schmallenberger mit dem giftgrünen Swift im noch feuchten Streckenabschnitt „Brünnchen“ von der Strecke und schlug mit dem linken Vorderwagen in die Leitplanke ein. Zwar konnte Rarbach die Boxengasse anschließend noch erreichen und das Training mit einem zweiten Startplatz in der Klasse der Gruppe A-Fahrzeuge bis 1.300 Kubikzentimeter Hubraum der Baujahre 1982-88 beenden. Doch war das Können der Boxencrew gefragt, um den kleinen Japaner mit einem Wechsel der Radaufhängung fürs Rennen am Nachmittag fit zu machen. Unspektakulärer verlief die eineinhalbstündige Trainingssitzung für Dr. Steidel/Schweinsberg im identischen Schwester-Auto. Das Suzuki-Duo qualifizierte sich auf Position drei der Klasse.

Mit etwa 40 minütiger Verspätung wurde die „ADAC Westfalentrophy“ bei goldenem Herbstwetter gestartet. Nach einem phantastischen Start konnte Marcel Hoppe sich auch auf trockener Strecke in der Spitzengruppe behaupten und lag permanent unter den Top 5 des gesamten Fahrzeugfeldes. Dank eines kontinuierlich hohen Rundenzeiten-Niveaus und eines perfekten Pflichtboxenstops drei Runden vor Schluss, den die Fleper-Crew exakt im vorgesehenen Zeitfenster absolvierte, gelang dem Porsche-Piloten schließlich der Sprung auf Rang zwei. Mit dem Überqueren der Ziellinie war dann gegen 17:50 Uhr die Sensation perfekt: Ein Porsche 944-Team wurde Gesamt-Zweiter in einem Langstreckenrennen der „ADAC Youngtimer Trophy“. Zudem konnte Hoppe seinen sechsten Klassensieg im sechsten Saisonlauf feiern.

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Nach seiner etwas nervenaufreibenden Qualifikation hatte Jens Rarbach sich in der zweiten Rennrunde an die Spitze der kleinen Klasse gesetzt und dominierte diese bis zum Veranstaltungsende, um völlig ungefährdet seinen vierten Klassensieg der Saison einzufahren. Der Stop des Schmallenbergers im giftgrünen Suzuki Swift in Runde sieben verlief ähnlich perfekt, wie jene der Teamkollegen. Dr. Joachim Steidel steuerte bereits in der vierten Runde planmäßig die Box an, um Sascha Schweinsberg das Cockpit zu überlassen. Der junge Halberbrachter machte im Rennverlauf mit guten und stabilen Rundenzeiten auf sich aufmerksame und lieferte eine sehr solide Leistung ab, die am Ende mit dem zweiten Klassenrang belohnt wurde.

Marcel Hoppe und Jens Rarbach liegen vor dem Saisonfinale, der traditionellen „Rallye Köln-Ahrweiler“, die vom 7.-9. November in der Ahr- und Eifelregion zwischen Bad Neuenahr / Mayschoß und Nürburgring ausgetragen wird, beide unter den Top 10 der 178 Ränge zählenden Meisterschaftstabelle. Die für Rundstrecken-Piloten „fachfremde“ Veranstaltung werden die beiden Teamkollegen im Cockpit eines Fleper-Suzuki nur aufnehmen, um ihre Positionen gemeinsam zu festigen.

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