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Sehenswertes – Kapelle St. Johannes Oedingerberg

Kapelle St. Johannes - ein geschichtsträchtiger Ort. Hier stand das Kloster Oedingen mit dem alles begann

Kapelle St. Johannes – ein geschichtsträchtiger Ort. Hier stand das Kloster Oedingen mit dem alles begann

Im Jahr 1716 stellten die Einwohner des Oedingerbergs den Antrag an den Kölner Erzbischof eine Kapelle zu bauen und dazu die Steine des ruinierten Klosters und der 1670 eingestürzten Kirche zu nutzen. Die Genehmigung wurde unter der Auflage erteilt, dass die Einwohner das geplante Gotteshaus in gutem Zustand erhalten und für die Reparaturen aufkommen. Aber im Jahre 1843 wird in einem Brief an das Generalvikariat vermerkt, dass die dem St. Johannes Baptist gewidmete Kapelle wieder baufällig geworden ist. In der Folgezeit wurden die Besitzverhältnisse und die Unterhaltspflicht neu geregelt; das Eigentum der in Eigenleistung renovierten Kapelle wurde auf die Bewohner des Oedinger Bergs übertragen.

Im Jahr 1767 wurde eine neue Vcarie St. Antoni Albertis auf dem Oedinger Berg durch Canonicus Antonius Vogt, Leckmart, (Vogtsche Stiftung), gegründet. Die Gottesdienste haben wahrscheinlich in der 1716 errichteten Kapelle stattgefunden. Über die Beendigung der Vicarie gibt es keine Angaben.

Beim Bau des Kreuzwegs zur Kapelle im Jahre 1874 stieß man beim Ausheben der Fundamente für die Stationen auf eine vermeintliche Krypta. Gut 100 Jahre später konnte anlässlich der Restaurierung der barocken Kapelle im Jahre 1979 ein Pfeilerstumpf der ehemaligen Hallenkirche bis etwa 1,33m unter dem Kapellenboden nachgewiesen werden. Der Boden bestand aus geebnetem Felsengrund mit Lehmabgleichung und einem Laufniveau. Weiterhin kamen Reste eines Plattenbodens aus unregelmäßigen Schieferplatten zu Tage. Die vorgefundene Pfeilerform deutet auf eine Hallenkirche des 13. Jahrhunderts hin , die als Neubau der alten Stiftskirche errichtet wurde.[2] Es ist von Fachleuten des Denkmalschutzes die nicht abschließend geklärte Frage erhoben worden, ob nicht auch die 1874 ergrabene vermeintliche Krypta ein Teil dieser Hallenkirche des 13. Jahrhunderts ist und die Deutung als Krypta der früheren Stifts- bzw. Klosterkirche auf einem Irrtum beruht.

Die heutige Johanneskapelle ist ein schlichter einschiffiger Bau mit kleinem achtseitigen Dachreiter. Das Innere der Kapelle wird geschmückt durch ein barockes Altarretabel . In den Jahren 1979/80 wurde die Kapelle grundlegend renoviert. Eigentümerin der Kapelle bzw. des zugehörigen Grundstücks ist seit 1973 die Kirchengemeinde St. Burchard Oedigen.

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